Küchenleitertreffen der Grand City Hotels

Für Denis Karalic waren es zwei gute Tage.

Der Chefeinkäufer der Grand City Hotels & Resorts hatte sich in Marburg erstmals mit seinen Küchenchefs zu einem zweitägigen Seminar getroffen.

Zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Erfahrungsaustausch, vor allem aber, um sein Team mit dem Service-Bund vertraut zu machen. Lars Möller, Geschäftsführer von Service-Bund ational, hatte dafür ein Programm zusammen-
gestellt, das sämtliche Fassetten des Service-Bund Portfolios erläuterte. Dass abends beim EMSpiel Kroatien gegen Deutschland als siegreiche Mannschaft hervorging, machte den Tag für den gebürtigen Kroaten Denis Karalic perfekt.


Pflicht & Kür

Viele der anwesenden Küchenleiter waren bereits über ihre regionalen Kontakte mit dem Service-Bund vertraut. Welche Vorzüge sich darüber hinaus durch die nationale Zusammenarbeit für jeden einzelnen ergeben, visualisierte Lars Möller in einer fundierten Präsentation, die neben dem eigentlichen Kerngeschäft auch wichtige Randbereiche abdeckte. So z. B. Service-Leistungen wie Seminare, technische Voraussetzungen für ein ausgefeiltes Warenwirtschaftssystem, Sonderproduktionen für Own-Labels u.v.m..

Für den Part Qualitätssicherung und Eigenmarken stand Marc Imbeck Rede und Antwort. Die wesentlichen Säulen des Eigenmarken- Konzept – Preis/Leistung, Qualität und Kontrolle – verdeutlichte er am Beispiel des FleischPlus-Konzepts. Stefan Marquard stellte die Leistungsfähigkeit des exklusiven Markenfleisch- Sortiments auch in der Praxis unter Beweis.


Wein als emotionaler Part.


Selbst der Abend hielt noch so manche Überraschung bereit. Sommelier Benno Wurster hielt zum 6 Gänge-Menü ein emotionales Plädoyer für den Wein. Für Ihn ist er weit mehr als nur ein Getränk. Er ist Luxus, Philosophie, emotionaler Part in der Gastronomie und natürlich wichtiger Wertschöpfungsfaktor. Diesen sprach er auch dem Aperitif zu. Seine Rolle als klassischer Appetitanreger bezeichnete er lapidar als Unsinn und lieferte „richtige“ Definition gleich mit: Der Aperitif inthronisiert den Gast, er verändert den Verlauf des Konsums. Diese These resultiert aus Wursters Marktforschung, bei der sich 99,9 % der Gäste, die sich für einen Aperitif entschieden hatten, sich auch einen Kaffee und/oder Digestif gönnten.


Bio-logisch


Bio war das Schwerpunktthema am zweiten Tag des Küchenleitertreffens,der mit einem Bio-Frühstück seinen Anfang nahm. Über das Engagement für Bio- Angebote in der Hotellerie klärte das Bio-Trio im Anschluss daran auf. Florian Pelzer steuerte gängigen Vorurteilen wie „zu teurer“ oder „zu kompliziert“mit gezielter Aufklärung und entsprechenden Lösungsvorschlägen entgegen. Sein Appell lautete: Bio ganzheitlich und vor allem nicht halbherzig einfließen lassen und mit saisonalen und regionalen Produkten die Kosten im Griff halten. Mareike Wagner, die als Betreuerin der Service-Bund Bio- Hotline jederzeit für Anfragen zur Verfügung steht, präsentierte ihr umfangreiches Service-Paket: Von der Grundlagenvermittlung über die Begleitung bei der Zertifizierung bis hin zur Sortimentsauswahl und Speisekartengestaltung. Biomentor Ullrich Langhoff machte deutlich, wie der Preis von Bio-Produkten zur Nebensache wird, wenn der Gast die Qualität über den Geschmack als Mehrwert erfährt.


Pausen-Highlights


Im effizient durchgetakteten Programm gab es selbst in den Kaffeepausen keinen Leerlauf. Stattdessen konnten sich die Küchenchefs jede Menge Inspirationen bei den Präsentationen einiger Industriepartner holen. So stellte z. B. Gramss eine große Auswahl von Mini-Gebäcken u. a. auch in Bio-Qualität vor, Brinker überzeugte mit besonders rustikalen Brötchen aus handgedrehtem Teig.
Kölln leistete Unterstützung bei der richtigen Zusammensetzung des Basisangebots an Frühstückscerealien samt ansprechender Präsentationshilfen.

Innovationen standen bei Unilever im Vordergrund, allen voran die Professional Bouillons und die trendigen Suppen-Neuheiten. Am Stand von Bel Foodservice kam das Auditorium wegen der Vielfältigkeit und Robustheit von Cantadou ins Staunen. Ein besonders fruchtiges Sortiment hatten D’Arbo und Fresh Factory zu bieten – die einen in Form von qualitativ sehr hochwertigen Konfitüren, die anderen mit knackig frischen Obstsalaten und verzehrfertigen Fruchtstücken der Premiumklasse. 


Resümée positiv

Nach dem zweitägigen Zusammensein bewertete Denis Karalic die gewonnenen Eindrücke mit wenigen, aber prägnanten Worten:

„Wir sind beeindruckt.“

Dem Urteil schlossen sich auch die anwesenden Küchenleiter an. Für die 37 Häuser bundesweit und in Amsterdam bietet der Service-Bund ideale Voraussetzungen, um die Grand City Business-Hotels unterschiedlicher Kategorien individuell zu bedienen. Die Fäden laufen bei Denis Karalic in der Berliner Zentrale zusammen. Von dort aus schafft er wichtige Strukturen, um die Abläufe in den Häusern zu vereinfachen.

Wichtig ist ihm dabei, die Individualität der Küchenchefs zu erhalten und dabei will er sich auf einen zentralen Partner verlassen können. Was die Küchenleiter von ihren Service-Bund Partnern in der Region erwarten können, bekamen alle Teilnehmer zum Abschluss der Veranstaltung bei einer Betriebsbesichtigung der Firma Flach beispielhaft demonstriert.